Intelligente elektrische Zahnbürsten mit Bluetooth: Braucht man das?

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Geschrieben von: Robert Mertens

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Einige Hersteller bieten Hightech-Zahnbürsten zu einem Premiumpreis mit besonderen Funktionen wie Bluetooth, künstlicher Intelligenz (KI), Statistiken und Überwachung der Bürstenköpfe an. Doch brauchen wir diesen hohen Komfort wirklich in unserem Alltag?

Was sind intelligente elektrische Zahnbürsten und wie funktionieren sie?

Die Hersteller Braun (Oral B-Serie) und Philips (High-End-Modelle der Sonicare-Serie) werben mit elektrischen Zahnbürsten, die über intelligente Elemente verfügen. Ein wesentliches Merkmal ist die Integration von Bluetooth-Modulen, die eine Verbindung mit Ihrem Smartphone ermöglicht. Die entsprechenden Smartphone-Apps liefern nützliche Zusatzinformationen. Unter anderem können Sie erfahren, wann der Bürstenkopf Ihrer Zahnbürste gewechselt werden muss.

Künstliche Intelligenz

Das Stichwort künstliche Intelligenz ist ein weiteres Schlüsselwort, das in diesem Zusammenhang unbedingt erwähnt werden muss. Die KI hilft Ihnen dabei, Ihre Putzgewohnheiten nach und nach zu verbessern und Ihre Zähne effektiver zu reinigen. Die intelligente Software erkennt Ihre individuellen Aktionen und analysiert sie, um Ihnen Tipps zu geben, die präzise auf Ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Smart

Der Begriff “smart” kommt in diesem Zusammenhang regelmäßig zum Einsatz und kann mit “intelligent”, “clever” und “interaktiv” gleichgesetzt werden. Smarte elektrische Zahnbürsten zeichnen sich durch Funktionen aus, die den Nutzern Vorteile bieten und ihr Putzverhalten verbessern. Die Technologie muss dafür aber nicht unbedingt intelligent sein.

Wichtige Standard-Funktionen sind nicht immer smart

Die Basis-Funktionen einer Zahnbürste sind besonders wichtig, denn sie erleichtern das Zähneputzen spürbar. Die Standard-Funktionen sind in der Regel nicht besonders innovativ oder einzigartig. Dennoch sind diese Funktionen elementar wichtig – die Nutzer lernen Sie mit der Zeit zu schätzen und wollen sie nicht mehr missen.

Beim Kauf einer (smarten) elektrischen Zahnbürste sollten Sie vor allem darauf achten:

Lithium-Ionen-Akku: Die leistungsstarken Akkus halten viele Jahre lang und müssen in der Regel nach 10 bis 14 Tagen wieder aufgeladen werden.

Zahnputz-Timer: Nach 2 Minuten schaltet sich die elektrische Zahnbürste selbstständig ab. Einige Modelle verfügen über einen Quadranten-Timer: Bei diesen wird alle 30 Sekunden eine kurze Pause gemacht, damit der Kieferquadrant gewechselt werden kann. Dies ist eine einfache aber sehr wichtige Funktion.

Verschiedene Intensitätsstufen: Aktuelle elektrische Zahnbürsten schaffen zwischen 20.000 und 60.000 Bürstenkopfbewegungen in der Minute. Jedoch gefallen die höheren Geschwindigkeiten nicht jedem Nutzer. Deshalb ist es wichtig, wenn man die Intensität individuell einstellen kann. Die meisten elektrischen Zahnbürsten verfügen über 3 Putzmodi.

Welche Komfortfunktionen sind bei smarten elektrischen Zahnbürsten sinnvoll?

Mit weniger als den oben genannten Standard-Funktionen sollten Sie sich nach Möglichkeit nicht zufrieden geben. Nicht alle smarten Funktionen sind optional oder gar unnötiger Schnickschnack, ganz im Gegenteil: Die nachfolgenden Features rechtfertigen in der Regel einen etwas höheren Kaufpreis gegenüber herkömmlichen elektrischen Zahnbürsten.

Intelligenter Bürstenkopf: Zahnärzte empfehlen den regelmäßigen Wechsel des Bürstenkopfes. Dank der modernen Technik und einem intelligenten RFID-Chip können viele smarte Zahnbürsten ihren Nutzern den optimalen Zeitpunkt eines Wechsels mitteilen. Auch wenn Sie sich nicht an diese Empfehlung halten müssen – der intelligente Bürstenkopf ist dennoch eine überaus praktische Funktion.

Visuelle Andruckkontrolle (Drucksensor): Üben Sie beim Zähneputzen einen zu hohen Druck aus, können Sie dadurch Ihr Zahnfleisch verletzen. Verwenden Sie eine smarte elektrische Zahnbürste, gehören diese Probleme der Vergangenheit an. Durch den Drucksensor kann die Zahnbürste einen zu hohen Druck automatisch erkennen und Sie visuell und akustisch warnen. Je nach Modell verringert sich zudem die Intensität.

Positionserkennung und Zahnflächen-Tracking: Modelle der Luxusklasse besitzen viele zusätzliche Sensoren. Diese können unter anderem erkennen, wo Sie sich mit Ihrer Zahnbürste im Mundraum genau befinden. Dadurch kann eine solche Zahnbürste Ihr individuelles Putzverhalten genau tracken, analysieren und Ihnen Empfehlungen geben.

Eine umfangreichere Kaufberatung finden Sie auch hier.

Zusätzlich gibt es noch die weiter oben erwähnte Bluetooth-Verbindung mit Ihrem Smartphone.

Muss meine elektrische Zahnbürste unbedingt mit meinem Smartphone verbunden sein?

Möchten Sie Statistiken zu Ihrem individuellen Putzverhalten abrufen, an den Bürstenkopfwechsel erinnert werden und in Echtzeit sehen, wo Sie gerade putzen? Dann lautet unsere Antwort: Ja!

Zugegebenermaßen ist dies alles eigentlich mehr eine Spielerei, aber dennoch sind die Zusatzfeatures nützlich und informativ. Sie erfahren dadurch auch, wie oft und gut Sie Ihre Zähne säubern und werden beständig motiviert sich zu verbessern.

Bei einigen Zahnbürsten-Modellen, wie zum Bespiel bei die Oclean, können Sie sogar eigene Putzprogramme mit individuellen Intensitäten, Putz-Zeiten und weiteren Optionen (Zahnfleischschutz, weiße Zähne etc.) programmieren und verwenden. Dieses Feature ist besonders interessant für Menschen, die ihre Zahnbürste optimal auf ihre eigenen Bedürfnisse abstimmen wollen. Da die Putzprogramme mithilfe der Smartphone-App programmiert werden, ist eine Bluetooth-Anbindung unbedingt vonnöten.

Die Erinnerung an den Bürstenkopfwechsel, die Andruckkontrolle und ein Teil der intelligenten Positionserkennung funktionieren aber auch ohne ein Smartphone. Wünschen Sie keine Personalisierung und weitere Zusatzinformationen, muss es nicht unbedingt eine smarte elektrische Zahnbürste mit Bluetooth-Anbindung sein.

Darauf können Sie bei smarten elektrischen Bürsten verzichten

Smarte elektrische Zahnbürsten, die zwischen 200 und 300 Euro kosten, besitzen zahlreiche Extras, die Sie nicht unbedingt brauchen.

Unzählige Putzprogramme: Diese funktionieren eigentlich wie ein psychologischer Trick. Je mehr Programme Sie besitzen, desto besser! Jedoch benötigen Sie so viele Programme meistens überhaupt nicht und verwenden stattdessen in der Regel nur den Standardmodus. Es reicht vollkommen aus, wenn Sie bei Ihrer Zahnbürste verschiedene Intensitäten einstellen können. Zusätzliche Putzprogramme mit unterschiedlichen Einstellungen und Optionen für weiße Zähne etc. können Sie sich grundsätzlich sparen.

Ein interaktives Display: Erscheint auf dem Display Ihrer elektrischen Zahnbürste ein lachendes Gesicht, wenn Sie richtig putzten, dann ist das cool. Doch brauchen Sie dieses Feature unbedingt? Das Display verbraucht unnötig Energie und verringert die Akkulaufzeit Ihrer Zahnbürste deutlich. Unserer Meinung nach ist ein interaktives Display auf jeden Fall verzichtbar!

Luxus Reise-Etuis und kabelloses Laden: Ein Etui zur Aufbewahrung und ein Zahnputzbecher aus Glas zum Aufladen wirken luxuriös und stylish, doch sind sie wirklich sinnvoll? Unserer Meinung nach nicht, denn beide Zusatzfeatures sind vollkommen optional und erhöhen nur unnötig den Preis der Zahnbürste.

Intelligente elektrische Zahnbürsten für den alltäglichen Gebrauch: Weniger ist manchmal nicht nur mehr, sondern auch günstiger

Viele Menschen kennen das Problem: Man kauft sich eine smarte elektrische Zahnbürste aufgrund der unzähligen Funktionen, die der Hersteller intensiv beworben hat. Die ganzen zusätzlichen Statistiken, Modi und weiteren Features sind in der Anfangszeit informativ und lustig, doch lange hält die Begeisterung nicht an. Schon bald benutzt man nur noch die Standard-Funktionen.

Unserer Meinung nach ist die beste smarte elektrische Zahnbürste ein Modell, welches ohne ein Smartphone auskommt aber dennoch mitdenkt. Einen Drucksensor, Informationen zum Bürstenkopfwechsel, verschiedene Intensitäten und ein Timer sind als Funktionen vollkommen ausreichend.

Menschen, die alles über die Funktionsweise der Zahnbürste erfahren und unzählige Statistiken erhalten möchten, kaufen sich am besten das teuerste Modell mit Bluetooth.

Natürlich ist es zweifellos faszinierend, was die aktuellen Luxus-Zahnbürsten heutzutage alles leisten können. Für saubere Zähne und eine gute Mundhygiene werden diese zusätzlichen Funktionen jedoch nicht benötigt. Viele elektrische Zahnbürsten im mittleren Preisbereich bieten ihren Nutzern bereits einen Komfort, den sie nicht mehr missen möchten. Zahnfleischbluten und andere Probleme gehören dadurch der Vergangenheit an.

Titlebild: Photo by Goby on Unsplash

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