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happybrush Rotierende Zahnbürste im Test

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Die Zahnbürste mit dem prägnanten Namen Happybrush erfuhr bereits mediale Bekanntheit. Sie wurde vom gleichnamigen Start-up aus München in der Sendung „Die Höhle der Löwen“ vorgestellt und eroberte die Amazon-Bestenlisten im Sturm.

Diese Zahnbürte orientiert sich im Gegensatz zur vor einem Jahr vorgestellten Happybrush Schallzahnbürste nicht an den Sonicare-Modellen, sondern an den günstigeren Zahnbürsten von Oral-B. In unserem 14-Tage Test der rotierenden Happybrush haben wir uns das Modell ganz genau angeschaut.

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Verarbeitung & Qualitätseindruck


Die rotierende Zahnbürste von Happybrush besitzt eine ansprechendes Optik mit einem schwarzen Design. Sie fällt in direkten Vergleich zu der anderen Version etwas dicker aber leichter aus. Dies wirkt sich aber nicht negativ auf die Haptik aus. Die Zahnbürste überzeugt mit einer professionellen Verarbeitung und wirkt insgesamt hochwertig. Wie auch schon beim alten Modell ist das Griffstück mit einer leichten Gummierung überzogen und liegt angenehm und sicher in der Hand.

Sie wiegt nur 114 Gramm und ist 222 mm hoch und 30 mm breit. Das geringe Gewicht ist beachtlich, die meisten anderen elektro Zahnbürsten wiegen spürbar mehr. Das auffällige Design ist im Handel in den Varianten Schwarz-Türkis und Weiß-Türkis erhältlich und macht die Happybrush zu einem hippen Hingucker.

Im Hinblick auf den günstigen Preis überzeugt die rotierende Zahnbürste mit einer hochwertigen Verarbeitung und einer optisch ansprechenden Optik.

Features & Lieferumfang

Im Lieferumfang befinden sich eine kompakte Ladestation samt Netzteil und USB-Kabel, eine vegane Zahnpasta und eine Aufsteckbürste.

Besonders praktisch: Die Ladestation ist mit einer Timer-Funktion versehen (ähnlich dem Smartguide von Oral-B). Durch den 2-minütigen Timer sieht man sofort, wie lange man noch putzen muss. Zusätzlich lässt sich das Display auch als Uhrzeit oder als Modi-Anzeige verwenden. Das USB-Kabel kann vom Netzteil getrennt werden und die Happybrush lässt sich mit anderen USB-Ladegeräten verwenden.

Die rotierende Zahnbürste ist mit einem 700 mAh starken Akku ausgestattet und ihr Gehäuse ist dank IPX7-Standard wasserdicht. Im Gegensatz zur klassischen Variante kommt kein Lithium-Ionen, sondern leider „nur“ ein NIMH-Akku zum Einsatz. Diese sind anfällig für den sog. Memmory-Effekt und andere „Akku-Krankheiten“. Nach den Erfahrungen aus unseren vielen Tests, lässt sich hier prognostizieren, das ca. 2 Jahren der Akku schlapp machen wird.

Der Akku soll laut Hersteller bis zu 3 Wochen lang durchhalten und benötigt rund 16 Stunden für eine vollständige Aufladung. In unserem Test erreichten wir mit der Happybrush fast die angegebene Betriebszeit.

Die Zahnbürste verfügt über 3 unterschiedliche Reinigungsmodi: Normal mit 8.800 Rotationen, Sensitiv mit 6.500 Rotationen und Polieren mit 7.000 bis 8.800 Rotationen pro Minute. Der Flexkopf gibt bei zu starkem Druck von alleine nach und hat 3-fach gedrehte Borsten. Unabhängig vom gewählten Modus vibriert die Happybrush stets nach 30 Sekunden, wenn es Zeit wird den Kieferquadranten zu wechseln.

Das einzige Bedienelement ist der lächelnde Power-Knopf. Über diesen werden die 3 Modi nacheinander durchgeschalten und angewählt.

Anwendung

Die kompakte Happybrush liegt dank einer Gummierung leicht und sicher in der Hand. Sie lässt sich einfacher bedienen als andere Modelle und besitzt nur einen Knopf. Zum Putzen reicht ein einfaches Drücken auf den lächelnden Power-Knopf bereits aus. Durch mehrmaliges Drücken lässt sich der Putzmodus einstellen. Mit etwas Übung gelingt das Umschalten zwischen den Modi schnell und problemlos.

Der normale Reinigungsmodus reicht für die meisten Menschen aus und ist mit seinen über 8.000 Rotation relativ stark. Zum Vergleich: die besten elektrischen Zahnbürsten von Oral-B arbeiten ebenfalls mit über 8.000 Rotationen, bieten aber noch zusätzlich Pulsationen, die die Zahnreinigung noch effektiver machen. Bei diesem Happybrush Modell muss man zumindest auf die Pulsationen verzichten.

Menschen mit empfindlichen Zahnfleisch verwenden stattdessen den mit 6.500 Rotationen pro Minute nur geringfügig schwächeren Sensitivmodus. Dieser ist aber unserer Meinung nach, sanft genug, um auch für Kinder geeignet zu sein. Zum Vergleich: Die Kinderzahnbürste von Oral-B arbeitet mit 7.000 Rotationen pro Minute.

Mittels der Polierfunktion lässt sich die Optik der etwas Zähne verbessern. In allen 3 Modi ist die Happybrush etwas laut. Dank der praktischen Timer-Funktion am Ladegerät behält man stets die Putzzeit im Blick und wird alle 30 Sekunden an einen Wechsel erinnert. Da die rotierende Zahnbürste wasserdicht ist, lässt sie sich auch unter der Dusche verwenden und komplett mit Wasser reinigen.

Im Vergleich zu anderen Modellen reagiert die Zahnbürste nicht automatisch auf zu hohen Druck. Trotz des nachgebenden Flexkopfs muss man beim Putzen vorsichtig sein, denn sonst verletzt man unter Umständen das Zahnfleisch.

Die Bürstenköpfe besitzen einen farblichen Indikator und zeigen an, wenn sie ausgetauscht werden müssen. Die Nachkaufbürsten kostet nur rund 2,50 Euro und sind damit günstiger als die der Konkurenz von Oral-B.

Reinigungsleistung

Da der Bürstenkopf recht klobig ist, kommt man beim Putzen nicht in jede Ecke des Mundraums. Deshalb kann es leider passieren, dass im Bereich der Weisheitszähne nicht richtig gereinigt wird – das ist aber ein Generelles Problem bei dieser Art von Bürstenköpfen. Generell ist das Reinigungsgefühl, unserer Meinung nach, nicht so gut wie bei der Happybrush Schallzahnbürste.

Den direkten Vergleich zu den Topmodellen von Oral-B und Philips verliert die rotierende Happybrush Zahnbürste, unserer Meinung nach, ebenfalls . Dafür kosten diese Zahnbürsten aber auch deutlich mehr Geld.

Die Reinigungsleistung der rotierenden Happybrush ist nur durchschnittlich gut und auf keinen Fall perfekt optimal. Unserer Meinung nach ist das Reinigungsergebnis und Sauberkeitsgefühl am ehesten mit den Einsteigermodellen von Oral-B, wie der Vitality, zu vergleichen. Die Zähne werden mit dem normalen Reinigungsmodus zwar zuverlässig sauber aber vor allem in den Zwischenräumen, den letzten Backenzähnen und bei festeren Plaquebelegen zeigen sich die Schwächen.

Im Hinblick auf empfindliches Zahnfleisch können weder der Sensitiv-Modus noch der Flexkopf hundertprozentig überzeugen. Der Flexkopf ist unserer Meinung nach, etwas zu schwergängig. Man sollte beim Putzen also aufpassen, dass man das Zahnfleisch nicht verletzt.

Die rotierende happybrush im Test: Das Fazit

Genau wie die ältere Variante spricht auch dieses Modell Puristen, die nicht zu viel Geld ausgeben wollen und nur grundlegende Funktionen benötigen, an. Die rotierende Variante der Happybrush überzeugt vor allem im Hinblick auf den günstigen Preis und die preiswerten Nachkaufbürsten.

Sie lässt sich einfach bedienen und ist mit allen wichtigen Grundfunktionen ausgestattet. Besonders gelungen sind die vielseitige Ladestation samt Timer sowie weiteren Funktionen und der nützliche Bürstenkopfindikator.

Der Akku überzeugt mit einem langen Durchhaltevermögen. Im direkten Vergleich zur Happybrush Schallzahnbürste ist der NIMH-Akku aber ein großer Schwachpunkt bzw. Rückschritt. Durch diesen lässt wahrscheinlich nicht nur die Putzleistung, sondern auch die Laufzeit des Akkus mit der Zeit nach.

Die Putzleistung der rotierenden Zahnbürste kommt selbstverständlich nicht an die deutlich teurere Konkurrenz heran und ist am ehesten mit den Einsteigermodellen von Oral-B zu vergleichen. Kleinere Schwächen sind außerdem die der schwergängige und etwas klobige Flexikopf.

Happybrush rotierend
Alles in allem ist die Happybrush eine gute rotierende Zahnbürste mit nützlichen Funktionen und einer "OKAYen" Reinigungsleistung zu einem günstigen Preis.
Verarbeitung
Features & Lieferumfang
Anwendung
Reinigungsleistung
Vorteile
gute Verarbeitung
insgesamt gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Günstige Bürstenköpfe
Nachteile
NIMH-Akku
Reinigungsleistung durchwachsen
3.9

Mögliche Alternativen zur Happybrush

Die rotierende happybrush im Preisvergleich