Sie wissen ja bereits, dass regelmäßiges Zähneputzen, eine gesunde Lebensweise und regelmäßige Zahnarztbesuche, Karies und Löcher im Zahn am besten vorbeugen. Trotzdem versagen viele Eltern, nach Meinung von Experten, oftmals, wenn es um die Mundhygiene ihrer Kinder geht.

Tatsächlich sind bereits die Milchzähne von 42% der Kinder zwischen 2 und 11 Jahren von Karies befallen. Und 21% der Kinder zwischen 6 und 11 Jahren haben Löcher in ihren permanenten Zähnen, berichten Zentren für Gesundheitskontrolle und Prävention.

Welche sind also die 7 größten Fehler?

Lesen Sie hier die größten Fehler, die Eltern nach Meinung von Zahnärzten begehen und erfahren Sie, was Sie tun können, um die Zähne Ihrer Kinder ein Leben lang gesund zu halten.

1. Kinder beim Zähneputzen allein lassen

Da die meisten Kinder bis 8 Jahre motorisch noch nicht so weit entwickelt sind, um sich effektiv die Zähne putzen zu können, sollten Eltern ihre Kinder beim Putzen besonders anleiten und darauf achten, dass jeder Zahn gründlich gereinigt wird – auch wenn sie eine elektrische Zahnbürste für Kinder verwenden.

„Es ist nicht etwa so, dass Kinder nicht ordentlich putzen wollen. Sie sind einfach körperlich noch nicht dazu in der Lage“, sagt Dr. Edward H. Moody, Jr., Vorstand der American Academy of Pediatric Dentistry.

2. Ihr Kind mit der Babyflasche ins Bett schicken

Auf diese Weise entsteht schnell Karies, und trotzdem tun es Eltern immer wieder, sagen Experten. Laut einer Umfrage der American Academy of Pediatric Dentistry bestätigen 85% der Eltern zwar, dass es keine gute Idee wäre, die Kinder mit Babyflasche ins Bett zu schicken, 20% davon taten es aber trotzdem.

Egal, ob es die Flasche vor dem Schlafengehen oder die Schnabeltasse tagsüber ist: diese Gewohnheit sorgt dafür, dass sich der Anteil von Zucker und Bakterien im Laufe der Zeit erhöht, meint Moody. Wenn Ihr Baby nachts aufwacht und nach der Flasche verlangt, wischen Sie ihm den Mund mit Gaze oder einem weichen Tuch aus oder bürsten Sie den Mundraum, als ob es bereits Zähne hätte.

„Wenn Sie frühzeitig damit beginnen, wird es schnell Teil der täglichen Routine“, so Moody.

3. Den ersten Zahnarzttermin zu spät vereinbaren

Laut Experten ist es nicht unüblich, dass Löcher und Infektionen bei 2 oder 3jährige Kinder unter Vollnarkose behandelt werden müssen. Eine Erklärung ist, dass Eltern ihre Kinder nicht frühzeitig zum Zahnarzt bringen.

Der erste Besuch sollte bei Auftauchen des ersten Zahns erfolgen oder wenn Ihr Kind seinen 1. Geburtstag feiert. Den Zahnarzt von Anfang an, alle sechs Monate zu besuchen, hilft Ihrem Kind darüber hinaus dabei, sich wohl und sogar freudig erregt zu fühlen, wenn die nächste Zahnarztbehandlung ansteht.

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Bild: £ukasz Musia³ – freeimages.com

4. „Gesunde“ Lebensmittel anbieten

Bananen, Rosinen und Vollkornkekse scheinen auf den ersten Blick gesunde Lebensmittel zu sein. Doch Lebensmittel, die klebrig sind und außerdem Unmengen konzentrierten Zucker enthalten, setzen sich leicht in den Zahnzwischenräumen fest und verursachen so Karies und Löcher. Anstatt diese Dinge aber komplett zu verbieten, ist es besser, sie zu den Mahlzeiten zu essen.

Dann nämlich ist der Speichelfluss erhöht, und danach werden die Zähne geputzt, so Dr. Joseph Banker, Gründer der Creative Dental Care in Westfield, New Jersey.

5. Der Meinung sein, dass Löcher keine große Sache sind

Man könnte meinen, dass die Behandlung von Zahnlöchern doch keine große Sache ist. Aber Löcher im Zahn können Ihr Kind im Laufe seines Lebens beeinträchtigen. Gerade am Anfang sind gesunde Milchzähne nötig, um Platz für die erwachsenen Zähne zu schaffen. Sie sagen dem Kiefer, wie er wachsen soll.

Entzündet sich das Loch im Zahn, kann sich das auf die Entwicklung der erwachsenen Zähne auswirken. Bildet sich ein Abszess, muss das Kind wahrscheinlich sogar unter Vollnarkose behandelt werden, sagt Banker. Früh auftretende Zahnlöcher, vor allem wenn sie nicht behandelt werden, können darüber hinaus zu Problemen bei der sprachlichen Ausdrucksweise, Schlafstörungen und sogar niedrigem Selbstwertgefühl und nachlassenden Schulleistungen führen.

6. Kein Fluorid verwenden

Im vergangenen Jahr hat die Amerikanische Zahnarztvereinigung seine bisherige Empfehlung zur Verwendung von fluoridhaltiger Zahncreme überarbeitet und empfiehlt diese nun für Kinder ab 2 Jahren. Obwohl Fluorid umstritten ist, sind sich Experten darin einig, dass die Forschung klare Ergebnisse liefert: Fluorid ist der beste Weg, Karies vorzubeugen.

Der Schlüssel dabei ist die richtige Dosis. Für Kinder bis 3 Jahren empfiehlt sich eine etwa reiskorngroße Dosis und für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren etwa die Größe einer Erbse. Wenn Sie trotzdem besorgt über den Einsatz von Fluorid bei Ihrem Kind sind, sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt.

7. Es mit Fitnessgetränken übertreiben

Eine häufige Ursache von Karies bei älteren Kindern ist der übermäßige Konsum von Fitnessgetränken und Limonaden beim Mittagessen, beim Spielen und zu Hause. Das tägliche Baden der Zähne in diesen Säuren sorgt dafür, dass sich der PH-Wert im Mund nicht ausgleichen kann, sagt Banker. Wenn Sie Ihr Kind nicht davon überzeugen können, diese Getränke komplett aus dem Ernährungsplan zu streichen, ermutigen Sie es wenigstens dazu, weniger davon zu trinken.

Quellen: Foxnews