Was ist eine Zahnfistel und wie entsteht diese?

Eine Zahnfistel bildet sich im Mund des Patienten. Die Diagnose stellt der behandelnde Zahnarzt. Zahnfisteln werden durch Infektionen verursacht. Der entzündete Zahn greift dann auf die Kieferknochen über.

So können auch schwere Allgemeinerkrankungen (Herz, Nieren u. a.) verursacht werden. Durch Bildung einer chronischen Entzündung an der Zahnwurzel sammelt sich dort Eiter an. Diese Ansammlung wird Zahnfistel genannt und ist in der Regel äußerst schmerzhaft. Der Zahnarzt diagnostiziert eine Zahnfistel meistens durch Anamnese in Verbindung mit einer Röntgenaufnahme.

So kann der Zahnarzt auch die Ursache für die Zahnfistel feststellen und anhand des Befundes den individuellen Behandlungsverlauf festlegen. In jedem Fall ist eine Zahnfistel behandlungsbedürftig.

Die Ursachen solcher Zahnfistelbildungen sind vielfältig. So können Fremdkörper diese verursachen oder mangelnde Zahnhygiene. Aber auch ein schwaches Immunsystem z. B. nach einer Mandelentzündung o. ä. können die Bildung von Zahnfisteln begünstigen.

Behandlung einer Zahnfistel

Eine Zahnfistel ist dringend behandlungsbedürftig. Anhand der Diagnostik wird der Zahnarzt die Fistel zunächst mithilfe von Antibiotika behandeln, um so eine weitere Verbreitung des Keimherdes verhindern zu wollen.

Eine unbehandelte Zahnfistel kann den Kieferknochen so sehr entzünden, dass der Patient in erste Konsequenz den betroffenen Zahn verliert. Schlimmer noch wäre eine Entzündung des Kieferknochens, die dann unbehindert auf andere Organe des Körpers übergreifen kann.

Nicht selten sind Herzbeschwerden auf schlechte Zähne zurückzuführen. Die Behandlung der Zahnfistel ist individuell und abhängig vom Befund. In jedem Falle wird sie mit einem Antibiotikum behandelt und anschließend wird der Zahnarzt Ihnen die Fistel eröffnen und den angesammelten Eiter absaugen. So wird verhindert, dass die Bakterien und Keime des Eiters, in andere Körperregionen gelangen können.

Es kann passieren, dass es nicht ausreicht, den Eiter abzusaugen. Oftmals muss der betroffene Zahn gezogen werden. Infolge dessen muss der fehlende Zahn dann durch ein Implantat oder einen anderweitigen Zahnersatz ersetzt werden, damit die entstandene Zahnlücke geschlossen wird.

Das ist oftmals teuer und mitunter mit Unannehmlichkeiten für den Patienten verbunden. In manchen Fällen reicht es auch aus, die Wurzelspitze zu kappen, um die Zahnfistel einzudämmen und eine weitere Ausbreitung zu unterbinden.

Sie können die Bildung von Zahnfisteln vermeiden

Achten Sie auf eine gründliche und regelmäßige Zahnhygiene. Dazu zählt das regelmäßige und gründliche Zähneputzen, die Nutzung von Zahnseide und ein regelmäßiger Kontrollbesuch bei Ihrem Zahnarzt. Er wird Ihnen in den Vorsorgeuntersuchungen Tipps und Hinweise geben, wie Sie selbst etwas für Ihre Zahngesundheit tun können! In Ihrem Interesse – gesunde Zähne sind sehr wichtig!