„C“ für Karies. Bei Zahnschema-Analysen in den Zahnarztpraxen im Kreis Freudenstadt ist das nun seltener zu hören. Die Zahngesundheit im Kreis hat sich verbessert.

Kinder und Jugendliche im Landkreis Freudenstadt sind deutlich seltener von Karies betroffen als noch vor einigen Jahren. Unter zwölfjährigen Kindern hat durchschnittlich eins von drei einen kranken Zahn. Eine große Mehrheit von 80 Prozent der Kindergartenkinder hat naturgesunde Zähne ohne Karies oder eine Füllung.

Das berichtet der Schwarzwälder Bote mit Hinweis auf den Aktionstag der Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit im Krankenhaus in Freudenstadt.

Sigrid Bäßler, Zahnärztin von der Jugendzahnpflege des Kreises, gab beim Aktionstag Informationen zur richtigen Zahnpflege für Kinder. Die Zahnärztin hatte auch wichtige Tipps für Erwachsene. Sie erklärte verschiedene Putztechniken, gab Tipps zur verwendeten Zahnbürste und dem richtigen Zeitpunkt für die Zahnreinigung.

Putzen mit dem richtigen System

Kauflächen, außen, innen: Bei der KAI-Methode werden erst die Kau-, dann die Außen- und zuletzt die Innenflächen der Zähne geputzt. Die Methode ist einfach und eignet sich besonders für Kinder, die das Zähneputzen erlernen. Vorrangig ist, dass kein Zahn ausgelassen wird und alle Zähne gleichmäßig in kreisenden Bewegungen gereinigt werden.

Jugendliche und Erwachsene reinigen ihre Zähne am besten mit der BASS-Technik, benannt nach ihrem Entwickler Dr. Bass. Das Borstenfeld der Bürste wird in einem 45-Grad-Winkel schräg gegen das Zahnfleisch gerichtet und der Zahn durch kleine, rüttelnde Bewegungen geputzt. Das löst den Zahnbelag und der Plaque lässt sich leicht entfernen.

Die richtige Bürste

Die Zahnärztin ist der Meinung, dass sowohl die klassische, die elektrische als auch die Schallzahnbürste ihre Berechtigung haben. Der Vorteil der elektrischen Zahnbürste sei, dass sich mit ihr schlecht erreichbare Zähne und Zahnflächen leicht reinigen lassen. Ihre Borsten dürften sich aber bei regelmäßigem Gebrauch nicht verbiegen, damit nicht mit der Zeit der Reinigungseffekt verloren geht. Wie beim Wechsel der Handzahnbürste sollte bei einer elektrischen Zahnbürste nach zwei Monaten die Aufsteckbürste ausgetauscht werden.

Der richtige Zeitpunkt

Prinzipiell sollen die Zähne morgens und abends sowie nach dem Essen geputzt werden. Nach dem Verzehr von säurehaltigem Obst und Fruchtsäften ist es gut, 30 Minuten mit dem Putzen der Zähne zu warten. In dieser Zeit kann der Speichel seiner natürlichen Arbeit als Mundspülung nachgehen. Er umhüllt die Zähne mit wichtigen Nährstoffen wie Fluorid, Kalzium und Phosphat und verhindert damit, dass der Zahn beim Putzen durch Erosionen Schaden nimmt. Erwachsene, die aufgrund ihrer Arbeit nach dem Mittagessen nicht die Zähne putzen können, sollten ersatzweise auf einen zuckerfreien, zahnfreundlichen Kaugummi zurückgreifen, empfiehlt die Zahnärztin.

Weniger Karies bei Kindern und Jugendlichen